Manipulation und emotionale |
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Manipulation der Gefühle und Gedanken und emotionale Erpressung bringen Menschen dazu, Dinge zu tun, die sie eigentlich nicht möchten. Wie erkenne ich so etwas? Sekten nutzen normale Gefühle der Ambivalenz aus. Es ist zum Beispiel für Jugendliche und junge Erwachsene fast unmöglich, ihren Eltern gegenüber nicht gemischte Gefühle zu haben. Kaum einer, wie sehr er seine Eltern auch lieben mag, erinnert sich nicht auch an Erlebnisse, in denen er Wut und Enttäuschung empfunden hat, oder an Gewohnheiten und Eigenheiten der Eltern, an denen er sich gestoßen hat. Viele Sekten machen sich unbearbeitete, negative Gefühle dieser Art zunutze, um die Mitglieder an die Gruppe zu binden. Gebrauch von sozialem und psychologischem Druck Dazu gehören die Isolation der Person von ihrer Vergangenheit und die Untergrabung ihres Selbstbewusstseins. Das neue Mitglied wird dazu gebracht, sein früheres Leben aufzugeben und zu vergessen und sich ganz der Gruppe zu überantworten. In diesem Prozess verändern sich sein Verhalten und seine Einstellungen. Um Gehorsam durchzusetzen, hat jede Gruppe ihre Form der Bestrafung für Regelverletzung. Wenn Sie kritische Fragen stellen, wird man Sie lächerlich machen oder sonst wie diffamieren. Es gibt immer eine gruppeninterne Sprache, um jemanden verächtlich zu machen und herabzusetzen. Die Gruppe sorgt dafür, dass Sie sich schlecht fühlen, wenn Sie zweifeln oder Fragen stellen. Durch die in sich geschlossene Logik der Gruppenideologie und durch den Gruppendruck sind Sie schließlich selbst davon überzeugt, dass Ihre Frage ein Indiz dafür ist, dass Sie nicht fest genug glauben. Also hören Sie auf zu fragen. Einimpfen von Schuldgefühlen Dem Aufbau von Schuldgefühlen dient u. a., dass die früheren persönlichen Beziehungen des Neumitgliedes als satanisch oder böse gebrandmarkt werden und mit dem "gewählten Weg" unvereinbar sind. Da Ungläubige schlecht sind, wird erwartet, dass Beziehungen zu Eltern, Freunden und Nichtmitgliedern eingefroren werden. Schwäche in diesem Bereich wird verurteilt. Das hat mit der Zeit zur Folge, dass in den Neulingen ein tiefes Schuldgefühl hinsichtlich ihrer Vergangenheit entsteht. Mit der Verteufelung ihrer Familien und persönlichen Beziehungen wird den Mitgliedern auch suggeriert, dass sie selbst "schlecht" waren, bevor sie der Gruppe beigetreten sind. Sekten sind Produktionsstätten für Schuldgefühle. |
Das zweite Buch von Ray Franz
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