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Im folgenden sind ausgewählte Bücher zum Thema zusammengestellt, wenn möglich mit einem Kommentar versehen.
"MARA IM KOKON"
Nach 6 Jahrzehnten im guten Glauben das ernüchternde
Erwachen: Barbara Kohout berichtet über ihr Leben unter
Wachtturm-Regeln

ISBN-13: 978-3862680030
Taschenbuch: 294 Seiten, 14,95 Euro
Verlag: Engelsdorfer Verlag (3. September 2010)
Nach sechs Jahrzehnten gutgläubiger Gefolgschaft wagte die Autorin, den Druck, die Ordensregeln und einige Lehren der Zeugen Jehovas zu hinterfragen. Die Folge war Bestrafung mit Gemeinschaftsentzug. Er bedeutet den Verlust des gesamten sozialen Umfelds. Freunden, Familie, Nachbarn, die zu den Zeugen Jehovas gehören, ist es untersagt mit einer solchen Person Umgang zu pflegen. Als sich 1949 die Eltern der Autorin entschieden, dem Werben der Zeugen Jehovas nachzugeben und sich der Gruppe anzuschließen, war von solch drastischen Maßnahmen nichts zu ahnen. Auch die Autorin selbst ließ sich im Alter von elf Jahren begeistern: von der Freundlichkeit, der angeblich einzigen Wahrheit und der Aussicht auf Rettung durch den Gotteskrieg Harmagedon hindurch, der die übrige Menschheit mit Vernichtung bedrohte.
Sechzig Jahre später folgte auf die Hoffnungen und Versprechungen ein böses Erwachen durch die Erkenntnis, dass ihr Leben extrem fremdbestimmt war. Die Autorin beschloss sich mit diesem Zustand nicht zufrieden zu geben. Sie stellte sich ihrer Vergangenheit.
In diesem Buch erläutert sie die religiösen Vorschriften der Organisation und macht auf die Lage der Ausgeschlossenen und derer, die die Gemeinschaft freiwillig verlassen haben und die man Abtrünnige nennt, aufmerksam. Sie stellt den Anspruch der Leitenden Körperschaft auf den Prüfstand, analysiert Bibelauslegungen und deren Auswirkungen auf das Leben der Gläubigen. Die Protagonistin Mara ist eine fiktive Person. Aber sie erzählt wahre Episoden aus einem ereignisreichen Zeugen-Leben.

"Auf der Suche nach Christlicher Freiheit" von Raymond Franz.
Die Selbsthilfegruppe und Betroffenen-Initiative Ausstieg e.V. für
Sektenaussteiger und betroffene Angehörige bringt, erstmals in
deutscher Sprache, ein Buch auf den Markt, das von Raymond Franz,
einem ehemaligen Angehörigen der "Chefetage" der Zeugen Jehovas, einem
Mitglied der "leitenden Körperschaft" in Brooklyn, nach seinem
Ausscheiden aus dieser Glaubensgemeinschaft geschrieben wurde. Bisher
lag das Buch als solches nur im amerikanischen Originaltext vor,
obwohl es bereits in der 90er-Jahren von Herbert Raab ins Deutsche
übersetzt wurde.
Das Buch dokumentiert auf eindrucksvolle Weise, wie eine kleine Gruppe
von Männern, die selbst nur wenig Kontakt zur Außenwelt pflegen, ohne
Berücksichtigung des Alltagslebens mit seinen Sorgen, Problemen und
Verpflichtungen über das Wohl und Wehe ihrer etwa 6 Millionen Anhänger
- der Zeugen Jehovas - entscheiden zu müssen meint. Als "Kanal
Gottes", wie sie sich selbst bezeichnen, empfangen diese Männer ihre
diesbezüglichen Richtlinien angeblich unmittelbar von Jehova; somit
sind diese weder zu hinterfragen noch zu kritisieren.
Das 650 Seiten umfassende Buch war ungezählten Zeugen Jehovas bis zum
heutigen Tag eine gnz wesentliche Hilfe beim Ausstieg, konnte aber in
deutscher Sprache nur mittels einer CD-Rom gelesen werden.

Hungersnöte, Kriege, Erdbeben, Seuchen - dies alles in noch nie da gewesener Weise. Kennzeichnen diese Dinge unsere Zeit? Leben wir damit in den "Letzten Tagen" , wie es z.B. die Zeugen Jehovas behaupten?
Carl Olof Jonsson hat diese Behauptungen untersucht und zeigt aufgrund von Tatsachenmaterial, dass unsere Zeit in dieser Hinsicht keineswegs so herausgehoben ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
Sein Buch "Das Zeichen der Letzten Tage - Wann?" ist ein Muss für jeden, der sich in der Frage kundig machen will und sich fragt, ob "Harmagedon" wirklich vor der Tür steht.
Auch dieses Buch ist bei AUSSTIEG erhältlich.

"Wenn Frauen nicht mehr schweigen" von Margareta Huber.
Erschienen im Verlag IKS Garamond, Reihe Religio-Texte Nr.4, ISBN 3-934601-79-0. Preis: 14 Euro.
Bezug direkt über AUSSTIEG e.V. möglich.
Eine Ex-Zeugin Jehovas berichtet aus ihrem Leben in dieser
Glaubensgemeinschaft. Das Buch wurde ausdrücklich für Frauen
geschrieben, denn den Frauen wird in dieser Gemeinschaft eine Rolle
zugewiesen, die äußerst befremdend auf jeden wirken muss, dem Freiheit
des Denkens und Handelns eine Selbstverständlichkeit sind.
Der Mann ist das Haupt, die Frau ist ihm untertan und zu Gehorsam
verpflichtet - so jedenfalls sehen das die Zeugen Jehovas. Auch darf
die Frau nicht öffentlich lehren.
Wenn eine Frau in solchen totalitären und patriarchalischen Strukturen
aufgewachsen ist, hatte sie wenig oder keine Gelegenheit,
Selbstbewusstsein, Selbstbehauptung oder gar die Fähigkeit und den Mut
zum Widerspruch gegen die übergeordneten Männer zu entwickeln.
Vor diesem Hintergrund muss man den fast unglaublichen Lebensbericht
der Margareta Huber lesen; so erst kann man die Hilflosigkeit, die
Verlassenheit, die Verzweiflung, aber auch die Naivität dieser Frau
nachvollziehen. Mit Erschütterung taucht man dann ein in ein eiskaltes
System, dem sich der Einzelne und vor allem die Frau kritiklos
unterzuordnen hat.
Im Alter von über 40 Jahren ist es Margareta Huber gelungen, sich
unter Schmerzen äußerlich und innerlich von dieser Sekte zu lösen. Sie
beschreibt dies mit ihren eigenen Worten so: "Ich weiß, dass ich fast
unverschämtes Glück gehabt habe. Ich habe Kontakte geknüpft zu
anderen, die sich ebenfalls von der Sekte befreit haben. Ich bin nicht
die Einzige, die es geschafft hat. Auch andere sind aus diesem harten
Kampf siegreich hervorgegangen. Und es ist ein Kampf, der sich lohnt,
denn es gibt den wichtigsten aller Preise zu gewinnen: das
Leben. Dafür ist kein Einsatz zu schwer."
Mit ihrem Buch möchte die Autorin anderen Frauen Mut machen, die noch
in dieser Gemeinschaft verharren oder sich darin gefangen fühlen.
Margareta Huber hat nach ihrer Trennung von den Zeugen Jehovas ein
neues Leben aufgebaut. Beruflich hat sie festen Fuß gefasst, und sie
setzt sich mit großem Engagement im Rahmen der Selbsthilfegruppe und
Betroffenen-Initiative "AUSSTIEG" e.V. gerade für Leidensgenossinnen,
aber auch für betroffene Angehörige ein.
Eine interessante Neuerscheinung:

Mit dem Einfühlungsvermögen eines Betroffenen (Martin Doering war kurz davor, sich bei den Zeugen Jehovas taufen zu lassen) und mit fundierter Bibelkenntnis ist es dem Autor gelungen, ein anspruchsvolles und zugleich allgemein verständliches Buch zu schreiben. Martin Doering befasst sich in seinem Buch schwerpunktmäßig mit der Lehre der Zeugen Jehovas, die das „zentrale Problem" darstellt:
• Es ist die Lehre, die ZJ motiviert, einen nicht unerheblichen Teil ihrer Freizeit und ihres Geldes „für Jehova” zu opfern.
• Es ist die Lehre, die viele ZJ über organisatorische Mängel und Pannen in der Vergangenheit hinwegsehen lässt und Kritik erstickt (ZJ halten das für nebensächlich, Hauptsache, man sei „in der Wahrheit”).
• Es ist die Lehre, mit der ZJ hausieren gehen und versuchen, andere Menschen von ihren „wunderbaren Wahrheiten” zu überzeugen.
• Es ist die Lehre, die die meisten von ZJ angesprochenen Menschen nicht beurteilen, geschweige denn widerlegen können, weil ihnen die speziell dafür notwendige Bibelkenntnis fehlt (Zitate aus dem Vorwort).
Doerings Buch verdeutlicht anhand von 750 Bibelzitaten und Bibelstellenverweisen die „Schieflage" dieser Pseudo-Religion, die weder die Bibel noch Jesus Christus noch „Jehova” zum Maß aller Dinge gemacht hat, sondern sich selbst: die Wachtturmgesellschaft.
Außerdem wird ein Abriss der Geschichte und Entwicklung der Zeugen Jehovas gegeben, in dem Hintergründe ihrer immer wieder gescheiterten Endzeitprognosen ebenso diskutiert werden wie der vermessene Anspruch des göttlichen „Heils- und Mitteilungskanals" mit all ihren fatalen Folgen für die „Menschen guten Willens" bis hin zur Gehirnwäsche, deren Mechanismen im letzten Kapitel beschrieben werden.
Möge es denjenigen Zeugen Jehovas, die sich an die Lektüre wagen, die Augen öffnen. Und möge es denen, die ausgestiegen sind oder ausgeschlossen wurden, eine Bestätigung dafür sein, dass sie der Versklavung durch eine irdische Organisation, die WTG, entkommen sind.
Warm empfehlen kann man dieses Buch auch allen Menschen, die sich für die Zeugen Jehovas interessieren oder die mit ihnen "studieren" und die sich noch die Freiheit nehmen, diese Lehre kritisch zu hinterfragen.
Buch bestellen: http://www.haenssler.de/show.sxp/haenssler_de.html?art_id=102413

"Ich war eine Zeugin Jehovas"; Protokoll einer Verführung. von Martina Schmidt
Erschienen im Gütersloher Verlagshaus GmbH, Gütersloh 2005
ISBN 3 - 579 - 06851 - 2; Preis: 14.95 Euro.
"Wie ist es eigentlich, wenn ein Mensch in eine Sekte gerät?" Diese
Frage stellt die Autorin ihrer Geschichte voran. Dann berichtet sie
über die beiden Lebensjahre, in denen sie - noch Gymnasiastin und kaum
volljährig - sich den Zeugen Jehovas zuwandte, in deren Gemeinschaft
sie Erfüllung zu finden glaubte und die sie ganz spontan wieder
verließ, weil der Mann, in den sie sich verliebt hatte und der kein
Zeuge Jehovas war, von ihren Glaubensgenossen nicht akzeptiert wurde.
Das Anliegen ihres Buches ist nicht, die Stichhaltigkeit der Lehren
der Zeugen Jehovas zu überprüfen, ihre Glaubwürdigkeit oder ihre
geschichtliche Entwicklung darzustellen. Darüber sind genug andere
Bücher geschrieben worden. Vielmehr vollzieht die Autorin nochmals aus
der Erinnerung die einzelnen Schritte der Indoktrination, der
Kontrolle und der Vereinnahmung, denen ein "Interessierter" sich
aussetzt, ohne sich dessen bewusst zu sein. Sie macht deutlich, wie
unter dem Einfluss dieser Doktrin der psychische und moralische Druck,
die Gewissensnöte und die Ängste wachsen und wie gleichzeitig die
Fähigkeit zu eigenem kritischem Denken und die Offenheit für andere
Argumente systematisch abgebaut werden.
Im romanartigen Dialog, in den ihre Erfahrungen, aber auch die
Grundlehre der Wachtturmgesellschaft, wie sie in ihren Publikationen
propagiert wird, eingeflochten sind, lässt Martina Schmidt diese Zeit
nochmals lebendig werden. Ohne Hass und Bitterkeit beschreibt sie ihre
ganz persönliche Geschichte; gerade dadurch liest sie sich so
überzeugend.
Dieser Bericht bietet besonders jenen Menschen, die sich von den
Zeugen Jehovas angesprochen fühlen und die vielleicht schon mit ihnen
"studieren", die Möglichkeit an, über die Erfahrungen anderer
nachzudenken und mit den eigenen zu vergleichen. Aber auch jedem
anderen, der sich für die Materie interessiert, wird durch die Lektüre
die Gelegenheit gegeben, Sektenwesen exemplarisch
mitzuerleben. Dadurch sensibilisiert das Buch für einen kritischen
Blick auf diese Glaubensgemeinschaft und ihre Methoden der
Bewusstseinskontrolle.
Wir können die Lektüre dieses spannend und flüssig geschriebenen Buches warm empfehlen.
Eine spannende und sehr berührende Biografie:

Drei Wege - ein Ziel - Überleben
Barbara Kohout
ISBN-13: 978-3852518015
Preis: € 21,90 inclusive Porto
erhältlich
bei AUSSTIEG e.V.
kontakt@ausstieg.info oder
contact@ausstieg.info
(Tel. 0721 75 45 50)
Bitte um Vorkasse auf folgendes Konto:
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Maria Theresia, Kaiserin von Österreich, lockt Siedler in ihr Land zwischen Donau und Theiss. Die Vorfahren der Protagonistin folgen den verlockenden Versprechungen. Sie trotzen den Unbilden des Wetters, der Reise, dem Hunger durch Missernten, Seuchen und Krankheiten. Die Überlebenden gelangen zu Wohlstand und Ansehen. Der erste Weltkrieg mischt die Karten neu.
Die Welt-Wirtschafts-Krise, neue politische Grenzen. Freunde verschiedener Nationalitäten werden plötzlich zu Feinden erklärt. Mut, Fleiß und Gottvertrauen verhindern Resignation. Doch der zweite Weltkrieg zwingt sie schließlich doch unter Lebensgefahr den Weg zurück in die alte Heimat anzutreten. Sie überleben mit letzter Kraft. Als Flüchtlinge entwurzelt, mittellos und verachtet geraten sie unter den Einfluss der Bibelforscher oder Zeugen Jehovas. Diese bestimmen nun ihr zukünftiges Leben.
Durch alle Epochen beschreibt die Autorin die Rolle der Kirche oder Religion. Zunächst ist diese allein verantwortlich für Bildung und Kultur. Nach der Trennung von Kirche und Staat bleibt der Einfluß auf Ehe und Familie. Dieser wird brüchig durch die Katastrophen des ersten Weltkrieges. Ab diesem Zeitpunkt zeigt es sich immer deutlicher, dass es stets zwei mögliche Entscheidungen gibt...
Der dritte Weg Überleben mit den Heislversprechungen einer vermeintlichen Religion soll ein mahnendes Beispiel sein, wie leicht man Menschen in Ausnahmesituationen Flüchtlinge, Asylbewerber, Emigranten, Katastrophenopfer durch bloße Versprechungen dazu bringen kann, sich extremen Gruppen anzuschließen.
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Das zweite Buch
von Ray Franz

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