Aktuelles

 
   



     
   

20.09.2010
"Zeugen Jehovas keine Körperschaft des öffentlichen Rechts"
CDU-Generalsekretär begrüßt Haltung der Landesregierung, die Zeugen Jehovas nicht als Körperschaft des öffentlichen Rechts anzuerkennen

"Es wäre ein ganz und gar falsches Signal, diese Sekte mit den beiden großen christlichen Kirchen gleichzustellen", begrüßt Thomas Strobl MdB, Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg, die Haltung der Landesregierung, die Zeugen Jehovas nicht als Körperschaft des öffentlichen Rechts anzuerkennen: "Wer seine Mitglieder dazu aufruft, nicht zur Wahl zu gehen, kann nicht auf dem Boden unserer demokratischen Verfassung stehen. Daher können die Zeugen Jehovas auch nicht als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt werden."
Die CDU Baden-Württemberg stehe "voll und ganz" – "auch mit Blick auf die Gefahr eines Rechtsstreites" – hinter dem Kurs der Landesregierung: "Frau Ministerin Schick als zuständige Fachministerin hat in dieser Frage unsere volle Unterstützung", so Generalsekretär Strobl abschließend.

Nachruf

RayFranz

Am 2. Juni 2010 ist unser langjähriger Freund
Raymond Franz verstorben. Am 30. Mai war er nach einem Schlaganfall gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen. Obwohl hirntot, wurde er noch an lebenserhaltende Systeme angeschlossen. Diese ließ seine Frau Cynthia am 2.6. abschalten. Um 13:37 Ortszeit wurde Raymond Franz dann für tot erklärt. Viele verlieren in ihm einen väterlichen Freund, andere einen Glaubensbruder, der nie wie die Wachtturm-Gesellschaft dogmatisch war und eigene Interpretationen in den Vordergrund rückte, sondern immer die Heilige Schrift für sich sprechen ließ. Die Welt verliert in ihm einen brillanten Autor, der mit bestechender Logik und Wahrheitsliebe seine Argumente darlegte und dabei immer freundlich, verständnisvoll und nicht nachtragend war. Die Wachtturm-Gesellschaft hätte, wenn sie gewollt hätte, viel von ihm lernen können. Möge er nun in Frieden ruhen. Wir werden uns im Reich Gottes wiedersehen.
Herbert Raab


Nachruf
Ein guter Freund ist von uns gegangen. Wir hatten die Hoffnung, Raymond Franz in diesem Jahr wieder-
zusehen. So gerne hätte er uns alle noch einmal besucht.
Im April schrieb er: „If I were to visit Karlsruhe in the autumn I would like to see you all again.” Während seiner beiden vorherigen Aufenthalte bei uns in Karlsruhe kamen viele Menschen aus verschiedenen Ländern, um ihm zu begegnen und um Antworten auf ihre mit dem Ausstieg verbundenen Fragen und inneren Nöte zu finden. Trotz seines hohen Alters nutzte er jede freie Minute, um sich möglichst jedem Einzelnen  persönlich zu widmen.
Wir erlebten Raymond Franz als einen liebenswerten Menschen, dessen  Wahrhaftigkeit, Güte und Weisheit uns tief beeindruckten. Sein Mut, die Klarheit, mit der er die Wachtturmdoktrin und die dafür Verantwortlichen frei von jedem Hass analysierte und entlarvte, waren vorbildlich.
Ruhe in Frieden, lieber Ray. Wir verdanken Dir so viel.
Deine Freunde von AUSSTIEG


Nachruf
Abgeschickt von am 05 Juni, 2010 um 20:23:51
Habe im Internet gelesen, dass Ray Franz verstorben ist. Mein Mann und ich haben ihm sehr viel zu verdanken (seine 2 Bücher halfen meinem Mann beim 'Ausstieg') und wir hatten die Ehre, ihn im Jahr 2007 auf dem Treffen von AUSSTIEG in Karlsruhe kennenzulernen. Ruhe in Frieden, Ray, und: DANKESCHÖN!
D. + A.



Ray Franz in memoriam
25.06.2010 17.56 Uhr
Obwohl es nur ein einziger Brief war, den wir von ihm erhalten haben, hat er uns in der Seele berührt. Seine Bücher haben uns die Augen geöffnet. Sie machten uns Mut, selbst zu denken und zu entscheiden. Sie veranlassten uns Fragen zu stellen. Das Ergebnis ist einerseits bitter, weil es den Verlust der Freunde und Familie bedeutete, aber andererseits wunderbar. Die Freiheit ist ein kostbares Gut. Danke an diesen wunderbaren Menschen, der nicht an sich dachte, sondern an jene, denen er helfen konnte. Mein Mann und ich haben einen Freund verloren. Wir trauern
Karl und Barbara Kohout




20.09.2010:
BADEN-WÜRTTEMBERG WILL ZEUGEN JEHOVAS
NICHT ANERKENNEN

http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2636025_0_8312_-zeugen-jehovas-ministerium-legt-gutachten-vor.html

JUNGE UNION KARLSRUHE
Kreisverband Karlsruhe-Stadt
Medien-Information

Karlsruhe, 15. Mai 2009

Junge Union Karlsruhe: Keine Aufwertung der Zeugen Jehovas

JU-Chef Reifsteck fordert Kultusminister Rau auf, den Antrag der Organisation strikt abzulehnen
Die Organisation der Zeugen Jehovas versucht derzeit in Baden-Württemberg die Körperschaft des öffentlichen Rechts (KdöR) anzustreben.

Die Junge Union (JU) Karlsruhe lehnt dies strikt ab. Der JU-Kreisvorsitzende Andreas Reifsteck sagt dazu: „Die Zeugen Jehovas haben ein abstruses Menschen- und Weltbild, das nicht mal ansatzweise in unser Verständnis einer demokratischen Gesellschaft passt.“

Im Gespräch mit Ausstieg e.V., einer privaten Initiative von betroffenen Familienangehörigen und Aussteigern, hat sich die JU Karlsruhe ausführlich über die Zeugen Jehovas informiert. Dabei wurde deutlich, dass die Zeugen Jehovas einer hierarchisch straff geführten pseudo-religiösen Gruppierung angehören, die massiv in das Privatleben ihrer Mitglieder eingreift, sie indoktriniert und reglementiert und in vielen Fällen massiv familienzerstörend wirkt.

Als Gründe warum die Zeugen Jehovas so viel Konfliktstoff liefern, wurden die nachfolgenden Tatsachen beim Gespräch mit Ausstieg e.V. ersichtlich:

  1. Die Zeugen Jehovas (ZJ) verteufeln alle anderen Religionen, drohen Andersgläubigen ewige Vernichtung an und erheben exklusiven Wahrheitsanspruch
  2. Die ZJ verwehren ihren Mitgliedern den Zugang zu kritischer Literatur oder zu Aussteigerberichten
  3. Die ZJ stellen die Verweigerung oder Bejahung einer lebensrettenden Bluttransfusion nicht in das Ermessen des Einzelnen
  4. Die ZJ lehnen die Teilnahme an demokratischen Wahlen und die Mitgliedschaft in Vereinen ab
  5. Die ZJ verachten das Feiern von Geburtstagen, Weihnachten, Ostern, Muttertag als „heidnische Bräuche“
  6. Kindesmissbrauch in Reihen der ZJ wird nach Möglichkeit „intern“ geregelt und vertuscht

Diese Punkte wurden vielfach belegt und sind dokumentiert. Man kann dabei definitiv nicht von „Einzelfällen“ sprechen. Die JU fordert daher mit Nachdruck, dass die Zeugen Jehovas die nachfolgenden Punkte ausnahmslos und uneingeschränkt erfüllen, bevor sie einen Antrag auf die Erteilung der Körperschaft des öffentlichen Rechts beantragen:

  1. Die JU erwartet von den Zeugen Jehovas (ZJ) die Respektierung und Bejahung der Religionsfreiheit jedes Einzelnen
  2. Die JU erwartet, dass die ZJ ihren Mitgliedern das Grundrecht zugestehen, auch kritische Literatur einzusehen, ohne dafür mit Sanktionen belegt oder gar ausgeschlossen zu werden
  3. Die JU erwartet, dass die ZJ Aussteiger mit Respekt behandelt und deren Entscheidung toleriert
  4. Die JU erwartet, dass die Akzeptanz einer Bluttransfusion in das Ermessen des Einzelnen gestellt und diese nicht länger mit fadenscheinigen „biblischen“ Argumenten verteufelt wird
  5. Die JU erwartet, dass man den Mitgliedern die aktive Teilnahme an demokratischen Wahlen nicht länger verbietet
  6. Die JU erwartet, dass Familienfeiern wie Geburtstag oder Muttertag, sowie christliche Feste wie Weihnachten oder Ostern nicht länger als heidnische Bräuche abgelehnt werden
  7. Kindesmissbrauch muss unter allen Umständen angezeigt und vor einem ordentlichen Gericht verhandelt werden

JU-Chef Reifsteck sagt: „Da diese grundlegenden Voraussetzungen für die Erteilung der Körperschaft des öffentlichen Rechts gegenwärtig nicht ansatzweise erfüllt sind, fordere ich Kultusminister Helmut Rau unmissverständlich auf, den Antrag der Zeugen Jehovas strikt abzulehnen. Die Landesregierung muss hier ein Zeichen für die Demokratie setzen und darf sich nicht von dieser sektenähnlichen Organisation vorführen lassen und auf der Nase herumtanzen lassen.“

Wer die Zeugen Jehovas mit den Volkskirchen gleichstellen will, handelt verantwortungslos und unchristlich. Wer wie die Zeugen Jehovas seinen Mitgliedern nahelegt, nicht wählen zu gehen, handelt staatsfeindlich und muss juristisch zur Rechenschaft gezogen werden. Eine Anerkennung der Zeugen Jehovas als Körperschaft des öffentlichen Rechts wäre ein katastrophales Zeichen, gerade auch in Zeiten immer geringerer Wahlbeteiligungen in Baden-Württemberg, so die JU Karlsruhe abschließend.  

28.04.2009
Rheinland-Pfalz will nach Möglichkeit eine Anerkennung der «Zeugen Jehovas» als staatlich anerkannte Religions-gemeinschaft verhindern. Land sammelt Gründe gegen Anerkennung der Zeugen Jehovas als Körperschaft des öffentlichen Rechts

Es gebe «Hinweise», dass die Zeugen Jehovas in den Bundesländern, darunter auch Rheinland-Pfalz, einen entsprechenden Antrag auf Anerkennung stellen könnten, sagte Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) am Dienstag in Mainz. Er habe aber «erhebliche Vorbehalte, einen solchen Weg zu gehen», sagte Beck weiter. Nach Angaben von Beck hat das Landeskabinett am Dienstag beschlossen, «eine Reihe von Zweifeln, die gegen eine solche Anerkennung sprechen, in den jeweiligen Ressorts prüfen zu lassen». Hintergrund sei ein Urteil des Bundesverfassungsgerichtes aus dem Jahr 2000. Danach verstoßen die Zeugen Jehovas nicht gegen die Kriterien, die das Grundgesetz einer Religionsgemeinschaft vorschreibt, die eine Körperschaft des öffentlichen Rechts werden will. Mit dem Status sind Privilegien wie Steuervorteile, die Absicherung als Institution sowie auch das Einholen einer Kirchensteuer durch den Staat verbunden. Die Zeugen Jehovas sind unter dem Namen «Bibelforscher» in Deutschland bereits seit dem 19. Jahrhundert aktiv. In Berlin hatte die Religionsgemeinschaft 2006 ihren Anspruch auf Anerkennung als staatliche Institution durchgesetzt. Seitdem rechnen die Bundesländer mit weiteren Anträgen. Beck betonte, Rheinland-Pfalz werde sich in einem solchen Fall «absolut verfassungsgemäß» verhalten und die Kriterien des Bundesverfassungsgerichtes einhalten. Es gebe aber «tiefgehende Zweifel», ob die Zeugen Jehovas wirklich eine Religionsgemeinschaft seien. Diese Zweifel müssten aber belegbar und auch juristisch vertretbar sein, fügte Beck hinzu. Die Zeugen Jehovas verbieten ihren Mitgliedern unter anderem, an demokratischen Wahlen teilzunehmen. Das Bundesverfassungsgericht sah darin aber kein Hemmnis, weil die Religionsfreiheit kein Bekenntnis zur Demokratie vorschreibe.
Mainz (ddp-rps)
Url zum Artikel:
http://www.ad-hoc-news.de


Landeskirche unterstützt kritische Haltung gegenüber den Zeugen Jehovas

Speyer (epd). Die Evangelische Kirche der Pfalz unterstützt die kritische Haltung der rheinland-pfälzischen Landesregierung gegenüber den Zeugen Jehovas. Zu begrüßen sei die Ankündigung der Landesregierung, intensiv zu prüfen, ob die Religionsgemeinschaft als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt werden könne, teilte die Landeskirche am Mittwoch in Speyer mit.
Der Staat dürfe wegen des Grundsatzes der religiös-weltanschaulichen Neutralität zwar nicht Glauben und Lehre von religiösen Gemeinschaften bewerten, argumentiert die Landeskirche. Dies hindere ihn aber nicht, deren tatsächliches Verhalten nach weltlichen Kriterien zu beurteilen. Dadurch nehme er auch Verantwortung für den Rechtsfrieden wahr. Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) hatte am Dienstag die Überprüfung angekündigt, weil es in der Landesregierung erhebliche Vorbehalte gegen eine Anerkennung gebe. Die hessische Landesregierung hat den Zeugen Jehovas dagegen den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts bereits Anfang der Woche zugebilligt.
Die Zeugen Jehovas hatten im Jahr 2006 nach einem langjährigen Rechtsstreit in Berlin ihre Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts durchgesetzt und stellten anschließend Anträge auf Anerkennung in allen anderen Bundesländern. Religionsgemeinschaften mit dem Status der Körperschaft des öffentlichen Rechts profitieren in Deutschland von zahlreiche Privilegien, die von Steuervergünstigungen bis zum Mitspracherecht in Rundfunkgremien reichen. Außerdem können sie eine Kirchensteuer erheben, die mit Hilfe staatlicher Stellen eingezogen wird.
Die Zeugen Jehovas gelten als christliche Sondergemeinschaft, die keine ökumenischen Kontakte zu den großen Kirchen unterhält. Die Gemeinschaft ist wegen der kategorischen Ablehnung von Bluttransfusionen und ihres Umgangs mit Aussteigern umstritten. Eigenen Angaben zufolge hat die Organisation in Deutschland über 160.000 Mitglieder.
Quelle: epd vom 30.4.09
http://www.epd.de/rheinland_pfalz_saarland/rheinland_pfalz_saarland_index_64613.html


Zeugen Jehovas enttäuscht von Ministerpräsident Beck

Mainz/Selters (ddp-rps) Die Zeugen Jehovas haben «enttäuscht» auf die Ankündigung von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) reagiert, der Glaubensgemeinschaft die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts verwehren zu wollen.
Mainz/Selters (ddp-rps). Die Zeugen Jehovas haben «enttäuscht» auf die Ankündigung von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) reagiert, der Glaubensgemeinschaft die Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts verwehren zu wollen. Seit mehr als einem Jahr werde die Anerkennung in Aussicht gestellt mit dem Hinweis, rechtliche Einwände bestünden nicht, teilte der Sprecher der Zeugen Jehovas in Deutschland, Werner Rudtke, am Donnerstag mit.
Die Zeugen Jehovas haben nach eigenen Angaben in allen Bundesländern den Antrag auf eine entsprechende Anerkennung gestellt. Mit dem Status sind Privilegien wie Steuervorteile, die Absicherung als Institution sowie auch das Einholen einer Kirchensteuer durch den Staat verbunden. Das Bundesverfassungsgericht hatte der Gemeinschaft im Jahr 2000 in einem Rechtsstreit mit dem Land Berlin eingeräumt, dass sie alle rechtlichen Voraussetzungen dafür erfülle.
Ministerpräsident Beck hatte am Dienstag «erhebliche Vorbehalte» dagegen geäußert, die Religionsgemeinschaft anzuerkennen. Das Landeskabinett habe beschlossen, «eine Reihe von Zweifeln, die gegen eine solche Anerkennung sprechen, in den jeweiligen Ressorts prüfen zu lassen».
Die Zeugen Jehovas fragten sich vor dem Hintergrund der bereits durchgeführten Untersuchungen, «was Herr Beck denn darüber hinaus noch prüfen will», sagte Rudtke. Seine Glaubensgemeinschaft sei «niemals durch Gesetzeswidrigkeiten aufgefallen.»
Anders als häufig behauptet hätten die Zeugen Jehovas auch niemals zum Wahlboykott aufgerufen, betonte Rudtke. Die unpolitische Haltung der Zeugen sei «Ausdruck ihrer persönlichen Hingabe an Gott, die in keiner Weise gegen den demokratischen Staat gerichtet.»
Zwar würde man die kritischen Äußerungen des Ministerpräsidenten hinnehmen, sagte Rudtke, «allerdings sollte sich Herr Beck bewusst sein, dass seine grundlosen im Amt geäußerten Vorbehalte der Diskriminierung - insbesondere unserer Kinder - Vorschub leisten.»
Quelle: ad-hoc-news vom 30.4.09
http://www.ad-hoc-news.de/zeugen-jehovas-enttaeuscht-von-ministerpraesident-beck--/de/Politik/20208632



Brief an befreundete Schwestern und Brüder

15. November 2007

Liebe ...

Mit diesem Schreiben möchten wir uns heute von Euch und von unserer langjährigen Zugehörigkeit zur WT- Organisation verabschieden.

Doch nicht Euch persönlich wollen wir den Rücken kehren, denn wir schätzen Euch sehr, sondern einer Organisation, die versucht, aufrichtig gesinnte Menschen durch Unwahrheiten, permanenten Druck, Dogmen und Rechthaberei an sich zu klammern, und dadurch auch noch unangebrachte Schuldgefühle auslöst.

Wir haben lange und gewissenhaft enorm viel WT- Literatur untersucht, unser Entschluss entstand somit nicht aus einer üblen Laune heraus.

Einen kleinen Auszug dieser umfangreichen geprüften Unterlagen könnt Ihr dem beigefügten Brief an die Ältestenschaft entnehmen, die „ihr“ Schreiben allerdings erst nach Euch, am 17. Nov. 2007, erhalten wird.

Für den, der sich aufgrund seines Gewissens von einem Glaubenssystem getrennt hat, mag eine nahe liegende Lösung für die fehlende Gemeinschaft darin bestehen, sich einfach einem anderen Glauben anzuschließen. Es gibt Hunderte von Religionsgemeinschaften, unter denen er wählen kann, sie alle haben ein gewisses Quantum an Wahrheit und auch Irrtum, obwohl das Verhältnis von einer zur anderen unterschiedlich sein kann. Wir selbst verspüren keine Neigung uns einer anzuschließen. Nicht etwa, dass wir nach einer Gemeinschaft Ausschau halten, die völlig frei von Irrtümern ist. Die, so glauben wir, gibt es nicht. Wir sind uns ziemlich sicher, dass wir selbst nicht frei von Irrtümern sind und es auch niemand anders ist.

So wie wir davon überzeugt sind, dass die allein wahre Religion das Christentum als solches ist und kein Glaubenssystem, das behauptet, es in vorbildhafter Weise zu vertreten, so glauben wir auch, dass die Wahrheit in der Bibel zu finden ist, nicht in irgendeiner besonderen Sammlung von Auslegungen, die Menschen hervorgebracht haben oder vielleicht noch hervorbringen werden.

Diese Wahrheit besteht nicht bloß in den Worten selbst, sondern vor allem in dem, was sie uns über Gott und seinen Sohn offenbaren. Es ist wohl kaum vermeidlich, dass jeder von uns einige Punkte anders versteht, aber wenn wir vom Geist Gottes geleitet werden, sollten wir keine großen Probleme damit haben, in den Lehren, die klar und deutlich dargelegt sind, einer Meinung zu sein.

Mit Sicherheit sollte sich ein Christ weigern, von einer Organisation mit Absolutheitsanspruch vereinnahmt zu werden und sollte sich zu seiner Ungebundenheit bekennen, was wir hiermit heute tun.

Die Wahrheit über „die Wahrheit“ gibt uns jene christliche Freiheit, die Jesus Christus für uns Menschen vorgesehen hat.

WIR WÜNSCHEN VON GANZEM HERZEN
JEDEM VON EUCH
DIESE CHRISTLICHE FREIHEIT!

Mit lieben Grüßen
...


16. November 2007

Brief an die Wachtturmgesellschaft der Zeugen
Jehovas

An die Ältestenschaft der Zeugen Jehovas, Versammlung ...

Nach umfangreicher Prüfung alter und neuer Wachtturm-Literatur* mussten wir feststellen, dass wir während unserer langjährigen Zugehörigkeit gründlichst sowohl von der Wachtturm-Gesellschaft als auch von so genannten „guten Freunden“ innerhalb der Organisation wissentlich belogen worden sind (Joh3:20).

*als Übersicht ein „kleiner“ Auszug aus der untersuchten Wachtturm- Literatur:

WT Jan. 1881 englisch - WT 15.Jan.1892 deutsch; WT Juli 1894; WT August 1904; WT 1.Okt. 1907; WT 15.Dez.1913 englisch; WT März 1914 deutsch; Buch: „Das vollendete Geheimnis 1917, Rutherford; Buch: „Harfe Gottes“, 1921 Abschnitt 399-410; WT Juni 1922; WT 15. Juli 1922; WT Okt. 1922; WT 1.Jan.1923; WT 15.Jan.1923; Broschüre: “Millionen jetzt Lebender werden nie sterben“, Seiten 79, 80,81,87 und 88; WT Aug. 1922; Buch: „Die Zeit ist herbeigekommen“ 1889 – Auflage vor 1914 , Seite 73/74, 95, 97 ; Buch: „Die Zeit ist herbeigekommen“ – Auflage nach 1914, Seite 73; Buch: „Der Weg zum Paradies“, 1924, Abschnitt 214-217b; Jahrbuch der ZJ 1975; Buch: „Neue Welt“ –Beth Sarin; EW 22.April 1967; WT 1.Aug. 1968; EW 8.April 1969; Broschüre: „Tausend Jahre Frieden nahen“, 1969, Seite 25 + 26 - WT 1.Jan. 1970; WT 15.Nov. 1968; Königreichsdienst April 1968 englisch „Pionierdienst“; EW 8.April 1969, Seite 13+14; Königreichsdienst Mai 1974 englisch; EW 22.Juni 1995, Seite 9; WT 1.Nov. 1995, Seite 17; WT 1.Mai 1997, Seite 8 und zahlreiche Zeitschriften mehr... Sie aufzuführen würde den Rahmen unseres Briefes bei weitem sprengen!!!)

(Ausführliche Quellenerläuterung für Interessierte als pdf-Datei zum Ausdrucken.)
Quellenerläuterung.pdf

Je mehr WT- Literatur wir untersuchten, desto heller wurde das Licht ... für uns.

Von solch einer Organisation, die versucht, aufrichtig gesinnte Menschen durch Unwahrheiten, permanenten Druck, Dogmen und Rechthaberei an sich zu klammern und dadurch auch noch unangebrachte Schuldgefühle auslöst, wollen wir uns künftig distanzieren.

Wir distanzieren uns von einer Organisation, die hohe Augen entwickelt hat, die mit falscher Zunge spricht, deren gedankenlose Anordnungen unschuldiges Blut vergießen ließ, deren Herz schädliche Pläne schmiedet, deren Füße eilends zum Schlechten hinlaufen, ja die sogar als ein falscher neuzeitlicher Zeuge Lügen vorbrachte und es noch heute tut (Spr.6: 16-19b).

Wir distanzieren uns von einer Organisation, die ihre eigene Wachtturm-Ideologie in ihren Studienartikeln höher achtet als das Wort JEHOVAS in der heiligen Schrift (Siehe die aufschlussreichen Gerichtsprotokolle mit dem ehemaligen Präsidenten Fred Franz und weiteren Brüdern aus der leitenden Körperschaft während der Gerichtsverhandlung im Fall Walsh in Schottland, 1954).

Eines ist uns nach langer und gründlicher Durcharbeit vieler Glaubensfakten zur Gewissheit geworden, dass der christliche Glaube glücklicherweise frei ist. Frei von jeglichen Organisationen, insbesondere denjenigen, die eine theokratische Ordnung vorgeben, bei genauerer Betrachtung aber totalitäre Strukturen aufweisen (Siehe persönliche Aussage von Br. Russel in seinem Buch „Dein Königreich komme“, 1914, Seite 177-179).

Die Wahrheit über „die Wahrheit“ gibt uns jene christliche Freiheit, die Jesus Christus für uns Menschen vorgesehen hat.

WIR WÜNSCHEN VON GANZEM HERZEN
JEDEM VON EUCH
DIESE CHRISTLICHE FREIHEIT!

Mit lieben Grüßen 
...


Anfrage an das Max-Planck-Institut, Köln:

Sehr geehrte Damen und Herren,
am 2. Juni wurde in Ingelheim am Rhein von den Zeugen Jehovas ein Vortrag

"Intelligent Design - eine realistische Antwort
auf die Ursprungsfrage in der Biologie?"
angeboten. Das Angebot erfolgte im Rahmen der so
genannten "Schöpfungswoche" der Stadt Ingelheim.
Der Vortrag wurde von Dr. Lönnig gehalten, der im
Programm als "Dr. Wolf-Ekkehard Lönnig, Max-Planck
-Institut, Köln" angekündigt war, wodurch ich auch
animiert wurde, die relativ weite Anreise auf mich zu
nehmen.
Entspricht der Inhalt, ein Plädoyer für die

"Schöpfungswissenschaft" und gegen die Evolutions-
theorie, tatsächlich der am Institut vorherrschenden
Meinung? Ihre Antwort würde mich sehr interessieren.
Im voraus dank für Ihre Bemühungen.
mfg

Antwort des Max-Planck-Instituts, Köln:

09.06.2008
Sehr geehrter Herr ...
herzlichen Dank für Ihre E-Mail. Herr Dr. Lönnig

ist bereits im März aus dem Max-Planck-Institut
für Züchtungsforschung (MPIZ) ausgeschieden.
Er ist nicht berechtigt, im Namen des MPIZ
derartige Vorträge zu halten, die seine *persönliche*
Meinung, jedoch *nicht* die Meinung des Instituts
widerspiegeln.

Beste Grüße aus Köln
Claudia Vojta
Public Relations
Max Planck Institute for Plant Breeding Research
Carl-von-Linné-Weg 10
50829 Cologne
Germany
http://www.mpiz-koeln.mpg.de
http://www.mpiz-

koeln.mpg.de/oeffentlichkeitsarbeit/index.html

Launiger Kommentar eines Besuchers:
IntelligentDesign.pdf

Impressionen vom Kreiskongress 2008 in Bingen

Jehovas Zeugen werden von ihrer Leitung, dem so genannten "treuen und verständigen Sklaven", tatsächlich aber von ihrer Organisation, der Wachtturm-Gesellschaft, jährlich zu einem Kreiskongress und einem "Tagessonderkongress" eingeladen. Natürlich wird das nicht so gesagt; es heißt vielmehr, dass Jehova eingeladen habe. Damit wird in einem Abwesenden schon subtil ein Schuldgefühl erzeugt, eine Einladung Jehovas zu missachten.

Das dargebotene Programm wird als "Speise zur rechten Zeit" angesehen; man kann dies auch so betrachten, wenn man es vom Standpunkt der Leitung ansieht. Diese weiß von den regelmäßigen Berichten der Kreisaufseher ,wo der Schuh drückt', wo Routine und Gleichgültigkeit drohen, und man gestaltet das Programm, das für alle Zeugen einheitlich ist, entsprechend.

Wie fast immer stand auch beim Kreiskongress 2008 (erlebt in Bingen) der Predigtdienst im Mittelpunkt. Einige regelmäßige Programmpunkte wie Tagestextbetrachtung und die theokratische Predigtdienstschule richten sich nach den allgemeinen Programmen, die von der Gesellschaft herausgegeben werden; auch der so genannte öffentliche Vortrag wird von der Leitung vorgegeben. Der Wachtturm-Betrachtung liegt der im Wachtturm für die jeweilige Woche vorgesehene Stoff zu Grunde. Dabei war in dem Artikel, der am 2.3. 2008 besprochen wurde, eine Bemerkung bezeichnend. Auf Seite 13, Absatz 4 des Wachtturms vom 15.01.2008 wird gesagt: "Wie im ersten Jahrhundert reagieren heute ,alle, die zum ewigen Leben richtig eingestellt' sind, empfänglich auf die Botschaft der Wahrheit (Apg. 13:48). Jehova zieht solche Menschen zu seiner Organisation." Ich kenne dagegen nur die Aussage Jesu in Johannes 6:44: ,Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, dass der Vater, der mich gesandt hat, ihn ziehe'. Hier setzt sich die Organisation schon an die Stelle Jesu. Der Satz wurde beim Vortrag über den Wachtturm der Woche deutlich zitiert; aber niemand schien daran etwas auszusetzen zu haben.

Die übrigen, speziell für den Kreiskongress vorgesehenen Programmpunkte befassten sich hauptsächlich mit dem Predigtdienst; er war unstreitig das Thema Nummer eins. So wurde der Pionierdienst hervorgehoben: ,Der Pionierdienst verherrlicht Gott'. Oder: ,Freudig die Herrlichkeit Gottes widerstrahlen'. Natürlich durch den Predigtdienst. Selbst Ausführungen über die äußere Erscheinung von Jehovas Zeugen bezüglich Kleidung usw. berühren ja auch wieder den öffentlich ausgeübten Predigtdienst. Dann: ,Gottes Anforderungen vorbildlich erfüllen'. Die erste Anforderung ist natürlich der Predigtdienst; heute wird normalerweise niemand mehr getauft, der nicht vor seiner Taufe als so genannter ,ungetaufter Verkündiger' sich bereits am Predigtdienst beteiligt. Dann eine vierteilige Vortragsreihe: ,Heiligen Dienst zum Lobpreis Jehovas darbringen'. Der Ausdruck ,Heiliger Dienst' wird von der Neuen-Welt-Übersetzung (NWÜ) gebraucht, zum Beispiel in Römer 1:9. Der Text wurde zitiert. Andere Übersetzungen sprechen aber nur von ,dienen'. Natürlich legt der ,Sklave' auch in diesen Ansprachen fest, was ,heiliger Dienst' ist. Dazu zählt vor allem und in erster Linie der Predigtdienst, aber dann auch - natürlich - der Dienst in den Einrichtungen der Organisation wie zum Beispiel in Bethelheimen und anderen Einrichtungen, aber auch der Dienst als reisende Vertreter der Organisation und als Glieder von Krankenhauskomitees und von Komitees zum Bau von Königreichssälen oder Kongresssälen. Dagegen ist es durchaus kein heiliger Dienst, kranken Nachbarn oder Menschen in Not zu helfen. Kartoffeln anpflanzen auf einer Wachtturm-Farm ist wohl heiliger Dienst, aber Nächstenliebe gegenüber Außenstehenden?

Es wurden die Bedürfnisse des Kreises, das heißt eines Gebietes mit mehreren Versammlungen, die von einem Kreisaufseher beaufsichtigt werden, besprochen. Dabei ging es ebenfalls um mehr Pioniere, vermehrtes Einrichten so genannter Heimbibelstudien und um zusätzliche Aufseher. Dann wurde darüber gesprochen, in der Wahrheit befestigt zu bleiben. In der Wahrheit zu sein, sei gut; darin befestigt zu sein, sei besser; darin befestigt zu bleiben, sei aber am besten. Dazu gehöre, ein Immunsystem zu entwickeln gegen Einflüsse von Außen und Zweifel von Innen; ein gutes Mittel dazu sei eben das Predigen und auch die Weigerung, Literatur von Abgefallenen zu lesen. Zum Abschluss wurde darüber gesprochen, weltweit vereint Gott zu verherrlichen. Wie? Natürlich durch den Predigtdienst.

Doch kein Zeuge würde sagen, man übe Druck auf ihn aus. Es wird ja alles freiwillig getan. In Wirklichkeit ist die Methode viel subtiler; Bemerkungen wie ,wer nicht predigt, es sei denn, er sei physisch oder psychisch dazu nicht in der Lage, begehe Sünden - Unterlassungssünden' - (diese Bemerkung ist tatsächlich geäußert worden, wie auch ähnliche), erwecken Schuldgefühle. Ein schlechtes Gewissen ist ein viel besserer Antriebsmotor als äußerer Druck. Dazu gebrauchte man zum Beispiel den Bibeltext aus Ap.5:42; die NWÜ sagt dort: ,Und jeden Tag fuhren sie im Tempel und von Haus zu Haus ununterbrochen fort, zu lehren....'. Andere Übersetzungen sprechen dort nur von ...und in Häusern...; die Wiedergabe der NWÜ ist tendenziös und zweckformuliert. Außerdem wurde in den Ansprachen das Wort ,ununterbrochen' betont und an Beispielen erläutert;

Erfahrungen wurden erzählt von Brüdern, die früh am Morgen schon die Berufspendler an den Bahnhöfen ansprächen oder spät am Abend noch Heimbibelstudien durchführten. Alles diente dazu, deutlich zu machen, dass eigentlich jeder noch viel mehr tun könne. Dabei wurde das Werk mit einem Konzert verglichen; in einem Konzert muss jeder Teilnehmer, auch ein Solist oder der Chor, den vorgegebenen Part spielen oder singen, sonst würde das Konzert durcheinander geraten. Ebenso ist es mit dem Predigtwerk, dem Konzert Jehovas: Wer etwa den Predigtdienst von der ersten Stelle rücken würde zu Gunsten sozialer Werke, würde Jehovas Konzert durcheinander bringen; wer die Streitfrage um Jehovas Namen und Oberhoheit, um seine Souveränität, als Lehre nicht vor die Errettung von Menschen stelle, der brächte Jehovas Konzert durcheinander.

Dann wurde an zwei ausgefallenen Beispielen gezeigt, dass Versammlungsbesuch das physische Leben retten könne (dass im Zusammenhang mit Versammlungsbesuchen Menschen auch schon ihr Leben verloren, wurde und wird nie erwähnt). Betont wurde auch, dass Christus 1914 unsichtbar wiederkam; aber gleichzeitig wurde gesagt, wir wüssten nicht genau, wann er wiederkäme, außer, dass seine Wiederkunft dicht bevorstünde. Demnach muss er wohl zum dritten Mal kommen. Doch Fragen werden keine gestellt; das ist nicht vorgesehen. Man hat genügend Schuldgefühle geweckt, die bis zum nächsten Kongress reichen dürften.

In jedem Gebet und in allen Vorträgen wurde der ,Sklave' erwähnt, ja einmal hieß es in einem Gebet zu Jehova: ,Wir danken Dir und dem treuen und verständigen Sklaven ...'. Jesus Christus spielte dagegen eine Art Nebenrolle als vortrefflicher Verkündiger und als Beispiel im Lehren. Als Herr war er nicht zu erkennen; dazu hat man ja den Sklaven.

Aber eine Neuerung gab es doch! Ab 2008 werden auf den Kreiskongressen und den Tagessonderkongressen die Kosten bekannt gegeben, ebenso die Spendeneingänge. Dabei werden die Kosten - da die Zeugen ja eine Bruderschaft seien - nicht lokal berechnet; vielmehr werden die Kosten aller Kongresse in ganz Deutschland ermittelt, durch deren Anzahl dividiert und so den einzelnen Kongressen in Rechnung gestellt. Eine dezente Aufforderung zum Spenden. Ob man den Rechenkünsten der Organisation trauen will, bleibt jedem überlassen; eine Dokumentation über die Berechnung gibt es nicht.

Jehovas Zeugen waren immer sehr stolz darauf, dass sie nicht wie die Kirchen Kirchensteuer einzögen, auch jetzt nicht, obwohl sie jetzt als Körperschaft des öffentlichen Rechts die Befugnis dazu hätten. Vor Jahrzehnten sagte einmal der damalige Zweigdiener Erich Frost auf einem Kreiskongress: ,Ihr werdet nie erleben, dass je von hier vorne (vom Rednerpult aus) zum Spenden aufgefordert würde. Wenn kein Geld mehr eingeht, werden wir die Ansicht vertreten, dass Jehova sein Werk für beendet ansieht.' Armer Erich, was hättest Du heute zu lernen! Der Zeuge mit einem durchschnittlichen oder gar geringen Einkommen spendet in aller Regel mehr, als er je Kirchensteuer zahlen müsste - ohne Berücksichtigung der vielen persönlichen Ausgaben im Zusammenhang mit seiner Religion. In jedem Jahr erscheint im Wachtturm eine Aufforderung zum Spenden in Form von Dotationen verschiedenster Art.

Zusätzlich darf der Zeuge spenden: 1. für Kongresse; 2. im Königreichssaal für die örtlichen Bedürfnisse; 3. ebenfalls dort für das weltweite Predigtwerk; 4. für den Bau oder die Renovierung von Sälen; 5. für die Reise von Missionaren zu den für 2009 geplanten internationalen Kongressen. Zu diesem letzteren Punkt wurde den Versammlungen geschrieben: Wenn jeder Zeuge monatlich bis Sommer 2009 15 Cent spenden würde, wäre das ausreichend, um den Missionaren den Kongressbesuch zu ermöglichen. In Deutschland dürfte bei dieser Art der Berechnung fast eine halbe Million zusammenkommen. Doch kein Mensch denkt daran, dass die nicht unvermögende Wachtturm-Gesellschaft - die ihre Missionare für eine geringe Zuwendung für sich arbeiten lässt - es ablehnt, die Reisekosten für ihre Vollzeitdiener zu übernehmen, und dies vielmehr als eine weitere Möglichkeit ansieht, den ,Kleinen' noch weitere Beträge aus den Taschen zu ziehen. Doch der Sklave ist sakrosankt, und auch nur so zu denken ist verwerflich. Immerhin: ein geeignetes Programm, um Menschen weiterhin in freiwilliger Unterwürfigkeit und blindem Gehorsam zu halten.


Datiert vom 21. Mai 2007 erhielt ein älteres Ehepaar folgenden Brief:

"Sehr geehrte Frau und Herr ...,

Mein Mann und ich hatten bisher noch nicht die Gelegenheit, persönlich mit lhnen zu sprechen. Unser Anliegen ist es, auch lhnen die Möglichkeit zu geben, die Bibel näher kennen zu lernen.

Wir haben festgestellt, dass eine gute Bibelkenntnis jedem Menschen helfen kann, wahres Glück zu finden. Aus der Bibel erfahren Sie, wer Gott ist, was es mit seinem Königreich auf sich hat und was er mit der Menschheit vorhat. Deswegen möchten wir lhnen eine unverbindliche und kostenlose Bibelbetrachtung anbieten, die an einem für Sie günstigen Ort durchgeführt werden kann. Dabei erhalten Sie auch biblische Antworten auf wichtige Fragen, wie zum Beispiel: Was ist der Sinn des Lebens? Was geschieht mit uns, wenn wir sterben?

ln dem beigefügten Faltblatt können sie weiteres erfahren.

Wir hoffen, in absehbarer Zeit einmal persönlich mit lhnen sprechen zu können und möchten Sie ermuntern, über die oben angegebene Adresse oder

Telefonnummer mit uns Verbindung aufzunehmen.

Mit freundlichen Grüßen

... ..."

Das Ehepaar fühlte sich von diesem Brief unangenehm berührt und gab ihn dem Sohn. Er schrieb:

22.06.07

Sehr geehrte Frau und Herr ...,

Sie haben meine Eltern angeschrieben und eine Bibelbetrachtung angeboten. Nachdem meine Eltern fest in ihrem christlichen Gauben verankert sind, möchten sie dieses Angebot nicht annehmen. Auch Hausbesuche sind deshalb nicht notwendig.

Es freut mich aber, dass Sie sich der Wahrheit widmen und ich möchte Sie auf 2 Bücher hinweisen, die jeder Zeuge JEHOVAS gelesen haben sollte:

Das erste Buch ist von Raymond Franz, ein Gesalbter der „Organisation JEHOVAS“, 40 Jahre lang Mitglied,  9 Jahre davon sogar in der leitenden Körperschaft der Wachtturmgesellschaft in Brooklyn!

Das Buch heißt: „Auf der Suche nach christlicher Freiheit“, hat  die ISBN-Nummer 3-00-015952-5 (Bruderdienst Verlag) und kostet nur 19.75 Euro.

Dieses Buch informiert also direkt über den „Kanal Gottes“, und beantwortet Ihnen die Fragen, die Sie sich schon oft gestellt haben:

  • Wo war Jesus nach seiner Pfählung bis 1914?
  • Das Paradies? Durch Menschen machbar?
  • Darf ein Zeuge JEHOVAS sein Leben genießen?
  • Wie ist das mit den „Abtrünnigen“?
  • Wie denkt JEHOVA über Abtrünnige?
  • Harmagedon: Wann endlich in dieser Generation?
  • Wie ist das wirklich mit der Bluttransfusion? Ist sie doch erlaubt?
  • Und viele, viele wichtige Antworten auf Ihre Fragen!

Besorgen Sie sich also dieses Buch, das Sie aus berufenem Munde über den „treuen und verständigen Sklaven“ informiert und Ihnen Ihre Fragen beantwortet!

Das zweite Buch ist von Margareta Huber. Sie beschreibt, wie sich ihr Leben als Zeugin JEHOVAS dramatisch veränderte, als sie einen damals sehr berühmten und bekannten Zeugen JEHOVAS kennen lernte, der als neuer Stadtaufseher kam.

Die Erlebnisse und Erfahrungen mit diesem Zeugen JEHOVAS waren der Wendepunkt im Leben von Frau Huber!

Das Buch beantwortet Ihnen auch viele Fragen, die sich Zeugen JEHOVAS schon immer  gestellt haben:

  • Ist Sexualität böse?
  • Was geschieht, wenn ich von meiner Sexualität beherrscht werde?
  • Wie verantworte ich mich vor Gericht für meine Verfehlungen?
  • Welche Unterstützung erfahre ich durch die Organisation als Opfer einer Verfehlung?
  • Wann darf ein Zeuge JEHOVAS vor Gericht die Unwahrheit sagen?
  • Wie weit ist ein Zeuge JEHOVAS für seine Kinder verantwortlich?
  • Und viele weitere spannende Antworten auf Ihre Fragen.

Das Buch von Margareta Huber heißt „Wenn Frauen nicht mehr schweigen“, hat die ISBN-Nummer3-934601-79-0 und ist im Verlag IKS Garamond erschienen.

Ich möchte Sie nun ermuntern, sich diese Bücher zu besorgen, damit Sie sich mit dieser geistigen Speise vertraut machen können und Ihre wichtigen Fragen nicht unbeantwortet bleiben.

Mit freundlichen Grüßen

...

  Das zweite Buch
von Ray Franz

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