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Nächstes Treffen der Selbsthilfegruppe
(offener Gesprächskreis für Aussteiger, Zweifler, Betroffene, Interessierte)
Samstag, 02. Oktober 2010, 15.00 Uhr,
Petrusgemeinde, Karlsruhe-Nordweststadt, Bienwaldstr. 16.
Nachruf

Am 2. Juni 2010 ist unser langjähriger Freund
Raymond Franz verstorben. Am 30. Mai war er nach einem Schlaganfall gestürzt und mit dem Kopf aufgeschlagen. Obwohl hirntot, wurde er noch an lebenserhaltende Systeme angeschlossen. Diese ließ seine Frau Cynthia am 2.6. abschalten. Um 13:37 Ortszeit wurde Raymond Franz dann für tot erklärt. Viele verlieren in ihm einen väterlichen Freund, andere einen Glaubensbruder, der nie wie die Wachtturm-Gesellschaft dogmatisch war und eigene Interpretationen in den Vordergrund rückte, sondern immer die Heilige Schrift für sich sprechen ließ. Die Welt verliert in ihm einen brillanten Autor, der mit bestechender Logik und Wahrheitsliebe seine Argumente darlegte und dabei immer freundlich, verständnisvoll und nicht nachtragend war. Die Wachtturm-Gesellschaft hätte, wenn sie gewollt hätte, viel von ihm lernen können. Möge er nun in Frieden ruhen. Wir werden uns im Reich Gottes wiedersehen.
Herbert Raab
Nachruf
Ein guter Freund ist von uns gegangen. Wir hatten die Hoffnung, Raymond Franz in diesem Jahr wieder-
zusehen. So gerne hätte er uns alle noch einmal besucht.
Im April schrieb er: „If I were to visit Karlsruhe in the autumn I would like to see you all again.” Während seiner beiden vorherigen Aufenthalte bei uns in Karlsruhe kamen viele Menschen aus verschiedenen Ländern, um ihm zu begegnen und um Antworten auf ihre mit dem Ausstieg verbundenen Fragen und inneren Nöte zu finden. Trotz seines hohen Alters nutzte er jede freie Minute, um sich möglichst jedem Einzelnen persönlich zu widmen.
Wir erlebten Raymond Franz als einen liebenswerten Menschen, dessen Wahrhaftigkeit, Güte und Weisheit uns tief beeindruckten. Sein Mut, die Klarheit, mit der er die Wachtturmdoktrin und die dafür Verantwortlichen frei von jedem Hass analysierte und entlarvte, waren vorbildlich.
Ruhe in Frieden, lieber Ray. Wir verdanken Dir so viel.
Deine Freunde von AUSSTIEG
Nachruf
Abgeschickt von am 05 Juni, 2010 um 20:23:51
Habe im Internet gelesen, dass Ray Franz verstorben ist. Mein Mann und ich haben ihm sehr viel zu verdanken (seine 2 Bücher halfen meinem Mann beim 'Ausstieg') und wir hatten die Ehre, ihn im Jahr 2007 auf dem Treffen von AUSSTIEG in Karlsruhe kennenzulernen. Ruhe in Frieden, Ray, und: DANKESCHÖN!
D. + A.
Ray Franz in memoriam
25.06.2010 17.56 Uhr
Obwohl es nur ein einziger Brief war, den wir von ihm erhalten haben, hat er uns in der Seele berührt. Seine Bücher haben uns die Augen geöffnet. Sie machten uns Mut, selbst zu denken und zu entscheiden. Sie veranlassten uns Fragen zu stellen. Das Ergebnis ist einerseits bitter, weil es den Verlust der Freunde und Familie bedeutete, aber andererseits wunderbar. Die Freiheit ist ein kostbares Gut. Danke an diesen wunderbaren Menschen, der nicht an sich dachte, sondern an jene, denen er helfen konnte. Mein Mann und ich haben einen Freund verloren. Wir trauern
Karl und Barbara Kohout
26. Mai 2010 neueste Meldung:
BADEN-WÜRTTEMBERG WILL ZEUGEN JEHOVAS
NICHT ANERKENNEN
http://www.swp.de/ulm/nachrichten/suedwestumschau/art4319,495268
Die 4 wohl wichtigsten und hilfreichsten Bücher für
Zeugen Jehovas, Zweifler, Aussteiger sind wieder
ALLE bei AUSSTIEG e.V. erhältlich:
„Der Gewissenskonflikt“
von Raymond Franz

ISBN 978-3-00-020053-3
Preis: 23,95 Euro inclusive Porto. Es besteht Preisbindung.
4. völlig neu bearbeitete Auflage, erstmals auch mit Abbildungen, wieder erhältlich
bei AUSSTIEG e.V.
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im Buchhandel
bei ebay.de
bei amazon.de (hier leider zusätzlich 3 Euro Gebühren)
Beschreibung:
Das Buch gibt einen ernüchternden Blick hinter die Kulissen der Führung der Wachtturm-Gesellschaft frei. Raymond Franz, selbst ehemaliges Mitglied der sogenannten „leitenden Körperschaft“ der Zeugen Jehovas in Brooklyn, beschreibt in packender Weise, wie ihn die Freiheit, so zu handeln, wie es einem die innere Stimme für Recht und Unrecht sagt, aus der leitenden Körperschaft der Zeugen Jehovas und letztlich ganz aus der Religionsgemeinschaft herausführte.
Dabei räumt er mit der Vorstellung vieler Zeugen Jehovas auf, die Glieder der leitenden Körperschaft würden unter Gebet zu Gott nach intensivem persönlichem Studium der Heiligen Schrift ihre Entscheidungen treffen, die ja oft genug Auswirkungen sogar bis ins Intimleben der Anhänger haben. Schlimmstenfalls bedeuten die Entscheidungen der leitenden Körperschaft den Tod der Anhänger, wenn es z. B. um die Auslegung der politischen Neutralität geht. Dass die „Zeugen“ im afrikanischen Malawi in großer Anzahl in den Tod geschickt wurden, weil ihnen untersagt wurde, ein Parteiabzeichen zu kaufen, aber gleichzeitig in Mexiko politische Kompromisse eingegangen wurden, ist nur eines der ernüchternden Details willkürlicher Entscheidungen.
"Die Zeiten der Nationen näher betrachtet"
von Carl Olof Jonsson

ISBN: 978-3-00-023952-6
Preis: € 17,50 inclusive Porto
ist in zweiter, stark erweiterter und neu übersetzter Ausgabe ab sofort erhältlich:
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Worum geht es in diesem Buch?
Zunächst nur um ein einziges Datum - um das Jahr 1914.
Selten jedoch hat ein Datum eine solch durchdringende und bestimmende Rolle in der Theologie einer Religionsgemeinschaft gespielt wie die Jahreszahl 1914. Aber dahinter steht eine andere Jahreszahl, ohne die 1914 nicht existieren würde - nämlich das Datum der Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier im Jahr 607 v.u.Z. (lt. WTG)
Der Autor zeigt nun anhand von archäologischem Material sowie historischen Dokumenten, dass Jerusalem von den Babyloniern nicht, wie die Wachtturm-Gesellschaft behauptet, im Jahr 607 v.u.Z., sondern im Jahr 587 v.u.Z. erobert und zerstört wurde.
Diese Tatsache hat erhebliche Auswirkungen auf eine der Sonderlehren der Zeugen Jehovas, nämlich dass die „Zeiten der Nationen“, die Jesus einmal im Zusammenhang mit der Frage nach seiner Wiederkehr erwähnte, 607 v.u.Z. beginnen, 2520 Jahre dauern und 1914 u.Z. enden sollten. 1914 sei dann Jesus Christus unsichtbar wiedergekehrt, und einige Jahre später habe er die Zeugen Jehovas (damals: Bibelforscher) als einzige Religionsgemeinschaft für treu befunden und zu seinem „Sklaven“ erwählt, dem er all seine irdischen Belange anvertraut habe.
Es ist nun spannend mitzuverfolgen, wie der Autor ein Argument der Zeugen Jehovas nach dem anderen, und mit ihrer Zeitrechnung auch alle ihre Ansprüche, Schritt für Schritt demontiert. Er führt so nicht nur ihre Lehre, sondern damit auch ihre eigene, angebliche Rolle im Heilsplan Gottes ad absurdum.
Weil aber das Jahr 607 ein wesentliches Fundament ihrer Doktrin bildet, muss die Wachtturm-Gesellschaft unter allen Umständen daran festhalten und es mit Klauen und Zähnen verteidigen.
Obwohl die Wachtturmgesellschaft also seit 1977 weiß, dass ihre Berechnung des Datums 1914 und damit auch die ihrer Behauptung nach unsichtbare Wiederkunft Christi eindeutig falsch ist, publizierte sie es weiter. So hieß es beispielsweise im Wachtturm vom 15. Oktober 1990 auf der Seite 19: „Achtunddreißig Jahre vor 1914 wiesen die Bibelforscher, wie man Jehovas Zeugen damals nannte, auf dieses Jahr als dasjenige hin, in dem die Zeiten der Nationen enden würden. Welch hervorragender Beweis dafür, dass sie wahre Diener Jehovas waren!“
Carl Olof Jonsson, der den Irrtum aufgedeckt hatte, sollte zum Schweigen gebracht werden, denn die Wachtturmgesellschaft war eher bereit, auf ihrem Fehler zu beharren, als ihre Lehre zu korrigieren und sich bei den Anhängern zu entschuldigen.
Auszüge aus einem Brief der WTG an Carl Olof Jonsson:
Lieber Bruder Jonsson,
Vor uns liegt Dein Brief vom 12. Dezember 1977 sowie die Abhandlung mit dem Titel „Die Zeiten der Nationen näher betrachtet“, die Du verfasst hast. Wir schätzen Deine Aufrichtigkeit, mit der Du Deine Ansichten verbreiten möchtest. Doch egal, wie sehr diese Ansichten gestützt werden mögen, sie müssen zum augenblicklichen Zeitpunkt als Dein persönlicher Standpunkt angesehen werden.
Du solltest weder mit jemandem darüber reden, noch versuchen, andere in der Versammlung dafür zu gewinnen. ... Wie Du sicher verstehen wirst, läuft das, was Du in Deiner Abhandlung sagst, auf eine radikale Abkehr vom gegenwärtigen Verständnis der Chronologie durch die Zeugen Jehovas hinaus. Wir sind sicher, daß Du verstehen kannst, daß Änderungen von Bedeutung, wenn sie vorgenommen werden, in geordneter Weise vorgenommen werden, so wie es im ersten Jahrhundert war, wo die Anweisung zentral gegeben wurde (Apostelgeschichte 15:1, 2). Wir sind auch sicher, dass Du verstehst, daß es keine einigende Wirkung hätte, wenn Einzelne solche Änderungen vorbringen und befürworten würden, sondern eine trennende, die Verwirrung stiftet. ...
Bitte sei unserer herzlichen Liebe und der besten Wünsche versichert.
Deine Brüder
Donald J. Wiseman, Professor emeritus der Assyriologie an der Universität London schreibt über diese Buch:
„Die Zeiten der Nationen näher betrachtet des schwedischen Autors Carl Olof Jonsson ist eine wissenschaftliche Abhandlung aufgrund sorgfältiger und umfangreicher Recherchen, darunter eine ungewöhnlich detaillierte Untersuchung assyrischer und babylonischer Berichte in Bezug auf das Datum der Zerstörung Jerusalems durch den babylonischen Eroberer Nebukadnezar. Das Buch enthält eine hilfreiche Erörterung, wie die biblische Prophezeiung über die „siebzig Jahre“ babylonischer Vorherrschaft über Juda auszulegen ist. Die Leser werden die Passagen erfrischend anders als andere Publikationen zu diesem Thema empfinden. Ein höchst wertvolles Werk. Ich habe bereits die Aufmerksamkeit einer Reihe von Briefpartnern darauf gelenkt.“
Luigi Cagni, Professor für Assyriologie schreibt:
Beim Lesen des Buches überkamen mich immer Gefühle der Bewunderung und tiefer Genugtuung über die Art und Weise, wie der Autor Argumente mit Bezug zur Assyriologie behandelt. ... Seine Seriosität und Genauigkeit zeigen sich darin, dass er mehrfach mit besonders kompetenten Assyriologen, Fachleuten auf dem Gebiet der Astronomie und der babylonischen Chronologie, wie den Professoren H. Hunger, A.J.Sachs, D.J.Wiseman und mit C.B.F.Walker vom Britischen Museum Kontakt aufnahm.
"Auf der Suche nach Christlicher Freiheit"
von Raymond Franz.

ISBN 3-00-015952-5
Preis: 24,95 Euro inclusive Porto
erhältlich
bei AUSSTIEG e.V.
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Beschreibung:
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Ausstieg e.V. bringt, erstmals in deutscher Sprache, ein Buch auf den Markt, das von Raymond Franz, einem ehemaligen Angehörigen der "Chefetage" der Zeugen Jehovas, einem Mitglied der "leitenden Körperschaft" in Brooklyn, nach seinem Ausscheiden aus dieser Glaubensgemeinschaft geschrieben wurde. Bisher lag das Buch nur im amerikanischen Originaltext vor, obwohl es bereits in der 90er-Jahren von Herbert Raab ins Deutsche übersetzt wurde.
Das Buch dokumentiert auf eindrucksvolle Weise, wie eine kleine Gruppe
von Männern, die selbst nur wenig Kontakt zur Außenwelt pflegen, ohne
Berücksichtigung des Alltagslebens mit seinen Sorgen, Problemen und
Verpflichtungen über das Wohl und Wehe ihrer etwa 6 Millionen Anhänger
- der Zeugen Jehovas - entscheiden zu müssen meint. Als "Kanal
Gottes", wie sie sich selbst bezeichnen, empfangen diese Männer ihre
diesbezüglichen Richtlinien angeblich unmittelbar von Jehova; somit
sind diese weder zu hinterfragen noch zu kritisieren.
Das 650 Seiten umfassende Buch war ungezählten Zeugen Jehovas bis zum
heutigen Tag eine gnz wesentliche Hilfe beim Ausstieg, konnte aber in
deutscher Sprache nur mittels einer CD-Rom gelesen werden.
ACHTUNG: auch wieder erhältlich!
"Das Zeichen der Letzten Tage - Wann?
von Carl Olof Jonsson und Rud Persson

ISBN: 978-3-00-019019-3
Preis: € 15,50 inclusive Porto
erhältlich
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Auch dieses Buch ist ein Muss für jeden, der sich in der Frage kundig machen will ob "Harmagedon" wirklich vor der Tür steht.
Hungersnöte, Kriege, Erdbeben, Seuchen - dies alles in noch nie da gewesener Weise. Kennzeichnen diese Dinge unsere Zeit? Leben wir damit in den "Letzten Tagen" , wie es z.B. die Zeugen Jehovas behaupten?
Carl Olof Jonsson und Rud Persson haben diese Behauptungen untersucht und zeigen aufgrund von Tatsachenmaterial, dass unsere Zeit in dieser Hinsicht keineswegs so herausgehoben ist, wie es auf den ersten Blick scheinen mag.
Und hier noch eine interessante und sehr aufwühlende Biografie:

Drei Wege - ein Ziel - Überleben
Barbara Kohout
ISBN-13: 978-3852518015
Preis: € 21,90 inclusive Porto
erhältlich
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Maria Theresia, Kaiserin von Österreich, lockt Siedler in ihr Land zwischen Donau und Theiss. Die Vorfahren der Protagonistin folgen den verlockenden Versprechungen. Sie trotzen den Unbilden des Wetters, der Reise, dem Hunger durch Missernten, Seuchen und Krankheiten. Die Überlebenden gelangen zu Wohlstand und Ansehen. Der erste Weltkrieg mischt die Karten neu.
Die Welt-Wirtschafts-Krise, neue politische Grenzen. Freunde verschiedener Nationalitäten werden plötzlich zu Feinden erklärt. Mut, Fleiß und Gottvertrauen verhindern Resignation. Doch der zweite Weltkrieg zwingt sie schließlich doch unter Lebensgefahr den Weg zurück in die alte Heimat anzutreten. Sie überleben mit letzter Kraft. Als Flüchtlinge entwurzelt, mittellos und verachtet geraten sie unter den Einfluss der Bibelforscher oder Zeugen Jehovas. Diese bestimmen nun ihr zukünftiges Leben.
Durch alle Epochen beschreibt die Autorin die Rolle der Kirche oder Religion. Zunächst ist diese allein verantwortlich für Bildung und Kultur. Nach der Trennung von Kirche und Staat bleibt der Einfluß auf Ehe und Familie. Dieser wird brüchig durch die Katastrophen des ersten Weltkrieges. Ab diesem Zeitpunkt zeigt es sich immer deutlicher, dass es stets zwei mögliche Entscheidungen gibt...
Der dritte Weg Überleben mit den Heislversprechungen einer vermeintlichen Religion soll ein mahnendes Beispiel sein, wie leicht man Menschen in Ausnahmesituationen Flüchtlinge, Asylbewerber, Emigranten, Katastrophenopfer durch bloße Versprechungen dazu bringen kann, sich extremen Gruppen anzuschließen.
Ausstieg nach 27 Jahren Zugehörigkeit zu den
Zeugen Jehovas
Wie die Wachtturmgesellschaft die "Wahrheit" und die Mitglieder manipuliert. Ältestenfamilie begründet ihren Ausstieg nach langem innerem Kampf gegen Glaubenszweifel (mit ausführlicher Schriftquellenerläuterung als pdf zum Ausdrucken) s. links oben unter: AKTUELLES
20.Oktober 2007
Nachlese zum Besuch von RAYMOND FRANZ, CARL OLOF JONSSON und RUD PERSSON.
Allen Freunden und Besuchern unserer Website möchten wir heute mitteilen, dass Carl Olof Jonsson, Rud Persson und nun auch Raymond Franz, der noch Freunde und Übersetzer seiner Bücher in Polen, Tschechien und Rumänien besucht hat, wieder gut in ihrer Heimat angekommen sind.
Ihr Besuch bei uns hier in Karlsruhe war ein ganz besonderes Ereignis, und es war auch die erste persönliche Begegnung (nach 25-jähriger Korrespondenz) von Raymond Franz mit den beiden schwedischen Freunden, die diese weite Reise mit dem Auto zurückgelegt hatten.
Viele Menschen nahmen dankbar die Gelegenheit wahr, die Autoren persönlich kennen zu lernen und mit ihnen zu sprechen. Ihre Bücher hatten ihnen und ungezählten anderen die Augen geöffnet und ihnen den Weg aus der Abhängigkeit von einer bedrückenden und anmaßenden Organisation in die persönliche Freiheit geebnet. Ihre Freude über dieses neue Lebensgefühl wetteiferte mit dem heiteren, goldenen Oktoberwetter, das uns über die ganzen Tage geschenkt wurde.
Ray Franz nutzte jede freie Minute, um sich möglichst jedem Einzelnen persönlich zu widmen. Sein liebenswertes und warmes Wesen, seine Güte und nicht zuletzt seine Weisheit beeindruckten uns tief.
Auch die Autoren MARGARETA HUBER ("Wenn Frauen nicht mehr schweigen") und MARTIN DOERING ("Der schiefe Turm von Brooklyn") waren anwesend und haben dieses wohl einmalige Treffen bereichert.
Das Südwestfernsehen brachte eine gelungene Sendung zu unserem "Tag der Begegnung".
In Kürze werden als Dokumentation eine DVD und mehrere Interviews auf dieser Website zur Verfügung stehen.
Ganz herzlich möchten wir uns bei all denen bedanken, die uns finanziell unterstützt haben. Ohne ihre Hilfe wäre es uns nicht möglich gewesen, die Gäste einzuladen und die Tage so schön zu gestalten.
Herzlichen Dank auch dem Chef und dem Personal des Allee-Hotels in Karlsruhe! Ihre Umsicht und Geduld und ihr liebenswürdiger, aufmerksamer Service führten dazu, dass wir uns alle wie zu Hause fühlen durften. Das war sehr wohltuend.
Ursula Meschede und das Team von AUSSTIEG.
Auf dem Foto von links nach rechts:
Rud Persson, Ursula Meschede, Raymond Franz, Olof Jonsson
WIR ÜBER UNS
Aus einem anfangs rein privaten Gesprächskreis entstand 2001 die Sekteninitiative und Selbsthilfegruppe AUSSTIEG e.V. Auf der einen Seite ist es eine Initiative, die es sich zum Ziel gesetzt hat, über die Auswirkungen von Sekten zu informieren und Betroffene zu beraten. Auf der anderen Seite ist es eine Selbsthilfegruppe, die Sektenaussteiger zusammen bringt, damit diese die mit einem Sektenausstieg verbundenen psychischen Belastungen im gemeinsamen Gespräch besser verarbeiten können.
Wenn Familienmitglieder zu Sektenmitgliedern werden
Auslöser zur Gründung der Selbsthilfegruppe und BetroffenenInitiative AUSSTIEG e.V. war die Erfahrung von Eltern, die zusehen mussten, wie sich ihre Kinder aus zunächst nicht ersichtlichen Gründen immer mehr von familiären Bindungen distanzierten und zu Verfechtern einer radikalen Sektenideologie wurden. Bei dieser Sekte handelte es sich um die Zeugen Jehovas, eine weltweit tätige Organisation, die zu den sogenannten Endzeitsekten zählt. Ein Zeuge Jehovas wendet bis zu drei Stunden pro Tag für die Sekte auf, die dadurch ganz wesentlich über sein Leben bestimmt. Wie bei nahezu allen Sekten stehen auch bei den Zeugen Jehovas die Interessen der Sekte stets im Mittelpunkt. Für die Familie gelten strenge Regeln: Der Vater ist das Oberhaupt, die Frau hat sich ihm unterzuordnen und für die Kinder gilt vor allem das Prinzip Gehorsam. Schule und Ausbildung werden klein geschrieben, während die jungen Leute gedrängt werden, als Vollzeitprediger in die Dienste der Organisation einzusteigen. AUSSTIEG e.V. will Angehörigen von Sektenopfern ein Forum bieten. Zum Austausch von Gedanken, Erfahrungen und Informationen.
Wenn sich Zweifel und Unsicherheit breit machen
Sekten leben davon, Menschen von ihrem sozialen Umfeld zu isolieren. Ihr Einfluss auf Persönlichkeit, Zeit und Geld ihrer Mitglieder hängt ganz entscheidend davon ab, ob es ihnen gelingt, sie von der Einmaligkeit der Sekte zu überzeugen. Dazu gehört, dass diese glauben, einzig und allein die "Wahrheit" zu besitzen und von Gott auserwählt zu sein. Bei den meisten Sektenanhängern schlägt jedoch die anfängliche Begeisterung früher oder später in Ernüchterung um. Ein Prozess, der nicht selten dadurch ausgelöst wird, dass Widersprüche zwischen Worten und Taten erkennbar werden. Das heißt, zwischen der Lehre der Sekte und ihrer tatsächlichen Umsetzung im täglichen Leben. Dazu kommen Zweifel an der Unfehlbarkeit der Sektenführung und der Ausschließlichkeit der eigenen Lehre. Sind wir wirklich die einzig "wahre" Religion? Ist es wirklich so, dass Gottes Strafgericht unmittelbar bevorsteht? Ist die ganze Welt tatsächlich so schlecht und vom Satan besetzt? Ist meine Religionsgemeinschaft so viel anders, um allein die Errettung zu verdienen? Wer diesen Punkt erreicht hat, hat bereits den ersten Schritt zur Abnabelung getan und ist für die Sekte oft schon verloren.
Wenn der Wunsch aufkommt, darüber zu reden
Das Problem ist, dass man Zweifel und kritische Fragen mit niemandem in der Sekte diskutieren kann. Weil Zweifel ganz einfach nicht erlaubt sind und Kritik sofort zu Maßregelungen führt. Selbst gute Freunde wenden sich ab, sobald man Zweifel an der Sektenideologie erkennen lässt. Mit anderen Worten: Auch Menschen, die sich noch in einer Sekte befinden, suchen oft Kontakte außerhalb der Sekte. Kontakte zu anderen Menschen, mit denen sie wieder frei reden können. Am besten zu Aussteigern aus der eigenen Sekte, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben und daher nicht befremdet reagieren. Ein Ziel von AUSSTIEG e.V. ist der ungehinderte Gedankenaustausch zwischen ehemaligen Sektenmitgliedern und Betroffenen, die vielleicht einen nahen Verwandten an eine Sekte "verloren" haben. Dabei finden Sektenmitglieder nicht selten wieder Ersatz für die sozialen Kontakte, die sie in der Glaubensgemeinschaft zurücklassen mussten. Und Betroffene erfahren aus erster Hand, was eigentlich im Kopf der Person vor sich gegangen ist, als er oder sie sich der Sekte angeschlossen hat. Ein Wissenstransfer, der für beide Seiten von Nutzen ist.
Wenn man erkennt, dass man in eine Sekte geraten ist
Keine Sekte sieht sich selbst als Sekte. Jede erhebt den Anspruch, die "einzig wahre Religion" zu sein. Allerdings wissen die Mitglieder nur selten, dass sie so einzigartig eigentlich gar nicht sind. Meist erkennen sie nur den offensichtlichen Unterschied zwischen der eigenen Lebensweise und dem übrigen Teil der Menschheit, den sie geringschätzig als "die Welt" bezeichnen. Der Kontakt mit Menschen, die aus anderen Sekten kommen, führt dazu, dass dieses elitäre Gefühl, anders und besser als die anderen zu sein, schnell wie ein Kartenhaus in sich zusammenfällt. Denn so sehr sich die einzelnen Sekten auch nach außen voneinander unterscheiden, im Inneren weisen sie alle ähnliche Strukturen auf. Sie arbeiten mit den selben Mechanismen, haben ähnliche Machtstrukturen und haben in der Regel auch die gleichen Ziele: Menschen zu manipulieren, abhängig zu machen und für die eigenen Ziele zu missbrauchen. AUSSTIEG e.V. ist eine Anlaufstelle, die Erfahrungen quer über die Sektenszene hinweg vermittelt. Durch gezielte Informationsveranstaltungen und offene Diskussionsrunden, die dazu beitragen, Vorurteile durch Tatsachen und Vermutungen durch Wissen zu ersetzen.
Telefon:
0700-AUSSTIEG
0700-28778434
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